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Anschlagmittel Bremen

Traversen-Prüfung in Bremen

Traversen sind zentrale Lastaufnahmemittel für sperrige, lange oder mehrfach anzuschlagende Lasten. Ihre Prüfung erfordert besondere Sorgfalt – besonders an Schweißnähten und tragenden Bauteilen.

Was sind Traversen?

Traversen (auch Lasttraversen oder Hebetraversen genannt) sind Lastaufnahmemittel, die zwischen Hebezeug und Last angebracht werden. Sie verteilen die Last auf mehrere Anschlagpunkte und ermöglichen das Heben sperriger, langer oder empfindlicher Güter. Typische Bauformen sind:

  • H-Träger-Traversen – für einfache Lastverteilung
  • Rahmen-Traversen – für Container, Maschinen oder großflächige Lasten
  • Ausleger-Traversen – mit variablen Anschlagpunkten
  • Kreuz-Traversen – für viereckige oder quadratische Lasten
  • Sonder-Traversen – individuell für spezifische Anwendungen konstruiert

Prüfkriterien für Traversen

Die Prüfung von Traversen nach DGUV Regel 109-017 ist besonders anspruchsvoll, da sie tragende Schweißkonstruktionen beinhalten. Folgende Prüfpunkte sind relevant:

Schweißnähte

Schweißnähte sind kritische Bereiche bei Traversen. Sie müssen auf Risse, Poren, Bindefehler und andere Unregelmäßigkeiten geprüft werden. Hier kommt häufig die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) zum Einsatz.

Verformungen

Durchbiegungen, Verdrehungen oder andere bleibende Verformungen zeigen eine Überlastung an. Bereits geringe Verformungen können die Tragfähigkeit beeinträchtigen und sind ein Ablegekriterium.

Korrosion

Rost, Lochfraß oder Spaltkorrosion – besonders im Bereich von Schweißnähten und Verbindungen – kann die Tragfähigkeit erheblich reduzieren. Traversen im Hafenbereich oder Außeneinsatz sind besonders gefährdet.

Anschlagpunkte und Verbindungen

Alle Anschlagpunkte, Ösen, Bolzen und Verbindungselemente müssen auf Verschleiß, Verformung und einwandfreie Funktion geprüft werden.

Zerstörungsfreie Prüfung an Traversen

Bei Traversen ist die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) ein wichtiges Instrument. Besonders an Schweißnähten und anderen sicherheitskritischen Bereichen können Risse entstehen, die von außen nicht sichtbar sind. Folgende Verfahren kommen zum Einsatz:

  • Magnetpulverprüfung (MT) – für ferromagnetische Werkstoffe, erkennt Oberflächenrisse
  • Farbeindringprüfung (PT) – auch für nicht-magnetische Werkstoffe geeignet
  • Ultraschallprüfung (UT) – für innere Materialfehler und zur Dickenmessung

Ob und in welchem Umfang eine ZfP erforderlich ist, richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung und den Herstellerangaben. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Rissprüfung.

Keine pauschalen Prüffristen: Die Prüfintervalle für Traversen sind nicht allgemein festgelegt. Sie werden vom Betreiber auf Basis der Einsatzbedingungen, der Gefährdungsbeurteilung und der Herstellerangaben ermittelt. Traversen, die im Hafen- oder Außenbereich eingesetzt werden, können kürzere Prüfintervalle erfordern als solche in geschlossenen Hallen.

Kennzeichnung von Traversen

Jede Traverse muss dauerhaft und gut lesbar gekennzeichnet sein mit:

  • Hersteller oder Lieferant
  • Tragfähigkeit (WLL) in kg oder t
  • Eigengewicht
  • Baujahr
  • CE-Kennzeichnung
  • Individuelle Identifikationsnummer

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Hinweis: Fernando Herrero Ruiz, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung Smithbros Productions, führt selbst keine Prüfungen von Traversen durch. Die Prüfung erfolgt ausschließlich durch den jeweils beauftragten Fachbetrieb oder Sachkundigen.